Webtalk über Folgen der Corona-Krise für Frauen

Wie wenig belastbar unsere Geschlechterrollen sind und wie schnell Teile unserer Gesellschaft und der Politik sie in Krisenzeiten in Frage stellen, sehen wir aktuell während der Corona-Pandemie. Da sind die doppelten und dreifachen Belastungen für Frauen aufgrund von Home Office, geschlossenen Kinderbetreuungseinrichtungen und einer zunehmenden finanziellen Not der Familien. Außerdem gibt es eine geradezu absurde Debatte in der Öffentlichkeit zur “Gender-Ideologie” und zur Frage, ob das Verhältnis von Genderforschung und naturwissenschaftlicher Forschung noch ausgewogen ist. Frauen sollen sich wieder ihrer “wahren Bestimmung” – dem Muttersein zuwenden, heißt es aus dem rechten Lager.
Nun liegt eine erste Studie boeckler.de/pressemitteilungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung vor, die belegt, dass Frauen von der Corona-Pandemie extrem hart betroffen sind. Da die kompletten (finanziellen) Auswirkungen derzeit noch gar nicht abzusehen sind, müssen wir jetzt gegensteuern, damit Frauen nicht auch noch zu den Verliererinnen auf dem Arbeitsmarkt werden. In einem Gespräch wollen Prof. Bettina Kohlrausch, wissenschaftliche Direktorin des WSI und Karin Erhard, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE, diese Themen am 08.06. von 17:00 -18:00 Uhr gemeinsam erörtern und Anforderungen an Politik und Zivilgesellschaft entwickeln. Zuschauerinnen und Zuschauer haben die Möglichkeit, sich vorab über news@igbce.de und während des Webtalks über eine Chatfunktion zu beteiligen.

Hier ist der Weg zum Webtalk igbce.de/Frauen zurück an den Herd?

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