Das Team der IG BCE Bayern berichtet hier regelmäßig über Neuigkeiten in den von ihr betreuten Branchen und Betrieben. Die neuesten Beiträge stehen oben auf der Seite. Für ältere Beiträge einfach nach unten scrollen ...

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Schild Bolta Werke

Automobilzulieferer Bolta Werke: Über Insolvenzverfahren in die Zukunft

Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt: Für die mehr als 1.000 Mitarbeitenden des fränkischen Automobilzulieferers Bolta Werke trat mit dieser Nachricht am 28. September der größte anzunehmende Unfall ein. Was bedeutet dieser Schritt für die Familie, die eigene berufliche und wirtschaftliche Zukunft? Um diese Fragen kreisen seither die Gedanken der Frauen und Männer, die für den nach eigenen Angaben international führenden Spezialisten für Oberflächenveredelung in der Automobilindustrie tätig sind. Antworten auf all diese Fragen finden, Unterstützung bieten und an einer Perspektive für die Mitarbeitenden des Unternehmens in Leinburg-Diepersdorf, knapp 20 Kilometer östlich von Nürnberg, arbeiten: Das ist seit dieser Nachricht auch Aufgabe von Roland Nosko.

Die Beschäftigten bei Recipharm in Wasserburg streiken erfolgreich für einen Tarifvertrag.

Warnstreik bei Recipharm – „Macht auf die Kasse, wir sind Klasse!”

Die Kolleg*innen der Recipharm in Wasserburg sind fest entschlossen. Gemeinsam mit dem IG BCE Bezirk München fordern sie mehr Lohn und Wertschätzung für ihre Arbeit. Binnen kurzer Zeit, haben sich die Mitarbeiter*innen am Standort des Unternehmens gewerkschaftlich organisiert und zusammen mit dem IG BCE Bezirk mehrere Tarifaktionen durchgeführt und eine Tarifkommission gewählt. Die Tarifverhandlungen haben sich nun zugespitzt. „Die IG BCE Mitglieder am Standort haben uns einen klaren Auftrag gegeben! Sie wollen ordentliche Eingruppierungen, Entgelte wie in der Chemie Fläche Bayern, sowie ein tarifliches Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Mann sitzt vor dem Laptop und schaut in den Bildschirm

Digitales Zugangsrecht: Gutachten bestätigt Position der IG BCE

Die geltende Gesetzeslage räumt ein digitales Zugangsrecht für Gewerkschaften und Betriebsräte ein. Diese müssen Zugang zu digitalen betrieblichen Kommunikationsformen erhalten. Das zeigt ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Wolfgang Däubler für das Hugo-Sinzheimer-Institut (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung, das heute auf einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt worden ist. Da die Rechtsanwendung bisher aber kompliziert ist und sich Unternehmen widersetzen, empfiehlt der Rechtswissenschaftler eine gesetzliche Klarstellung.

Das Urteil bestätigt damit die Position der IG BCE. Die Gewerkschaft setzt sich seit Monaten dafür ein, dass Arbeitgeber den Gewerkschaften die Kommunikation mit den Beschäftigten über deren betriebliche Mailadressen, Firmen-Intranet und virtuelle Schwarze Bretter ermöglichen, um diese auch im Homeoffice erreichen zu können.

Wahlurne mit Stimmzettel.

Bundestagswahl: Unter Gewerkschafter*innen ist Linksbündnis möglich

Der DGB hat untersuchen lassen, wie Gewerkschaftsmitglieder bei der Bundestagswahl abgestimmt haben. Die SPD liegt mit weitem Abstand vorne. Dahinter folgen CDU/CSU und die Grünen. Während die Union deutliche Verluste hinnehmen musste, haben SPD, Grüne und auch die FDP dieses Mal mehr Gewerkschafter*innen von sich überzeugen können. Trotzdem hätte unter Gewerkschafter*innen eine Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP keine Mehrheit. Für ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linke würde es dagegen knapp reichen. Ebenso für die Ampel aus SPD, Grünen und FDP.

Richterhammer, der auf einer Holzunterlage liegt.

Darf der Arbeitgeber die Rückkehr aus Homeoffice anordnen?

Diese Frage hatte das Landesarbeitsgericht in München zu entscheiden. Die Richter*innen in der bayrischen Landeshauptstadt entschieden, dass ein Arbeitgeber, der seinem Arbeitnehmer gestattet hatte, seine Tätigkeit als Grafiker von zuhause aus zu erbringen, gemäß § 106 Satz 1 Gewerbeordnung (GewO) grundsätzlich berechtigt ist, seine Weisung zu ändern, wenn sich später betriebliche Gründe herausstellen, die gegen eine Erledigung von Arbeiten im Homeoffice sprechen.

Arbeitnehmer wollte dauerhafte Erlaubnis zum Homeoffice erreichen

Der Arbeitnehmer war als Grafiker in Vollzeit beschäftigt. Seit Dezember 2020 arbeiteten die sonst im Büro tätigen Mitarbeiter*innen aufgrund Erlaubnis des Geschäftsführers an ihrem jeweiligen Wohnort mit Ausnahme des Sekretariats, das im eingeschränkten Umfang vor Ort im Büro in München anwesend blieb.

Digitales BarCamp für Vertrauensleute der IG BCE

Aktive Gewerkschaftsarbeit im Betrieb ist eine ständige Herausforderung. Für die Kolleginnen und Kollegen viel erreichen und dabei als IG BCE sichtbar werden, erfordert Engagement, oft auch Mut, Erfahrung und kreative Ideen. In vielen Betrieben werden solche Ideen entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Das bedeutet: Gute VL- Arbeit können wir von- und miteinander lernen.

Aus diesem Anlass veranstaltet die IG BCE Bayern am 07.Dezember 2021 ein erstes, digitales VL- BarCamp, zu dem wir alle gewählten Vertrauensleute ganz herzlich einladen!

 

Wann geht’s los?

Wie geht das mit den Kinderkranktagen?

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie sind sie allen Eltern bekannt, die Kinderkranktage. Im ersten Lockdown waren sie eine der wichtigen Hilfen für Eltern Arbeit und Familie geregelt zu bekommen. Deshalb wurde die Zahl der Kinderkranktage für die Zeit der Pandemie. 20 Pro Elternteil, 60 für Alleinerziehende. Angesichts der steigenden Inzidenzen und der beginnenden vierten Welle, wird das Thema für Eltern im Herbst und Winter wieder aktuell. Wie damit umzugehen ist und welche Wege es für Eltern gibt, falls die Kinderkranktage aufgebraucht sind, hat SPIEGEL-ONLINE in einem Artikel zusammengefasst.

Michael Vassiliadis

IG BCE unterstützt Opfer der Hochwasserkatastrophe mit mehr als 440.000 Euro

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat Opfer der verheerenden Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 mit mehr als 440.000 Euro unterstützt. Der Notfallfonds wurde wenige Tage nach der Flut für betroffene Gewerkschaftsmitglieder aus den Krisenregionen eingerichtet.

„Gewerkschaften sind ein Hort der Solidarität – und die endet für uns nicht am Werkstor“, sagt der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis. Man habe deshalb schnellstmöglich Unterstützung angeboten – mit Geld, freien Betten und Helfern vor Ort. „Wir sind froh, dass wir so vielen Kolleginnen und Kollegen in dieser schwierigen Zeit helfen und die Folgen der Flut etwas abmildern konnten.“

Betriebsräte im Industriepark Gersthofen diskutieren mit der bayrischen SPD-Vorsitzenden Ronja Endres. Dabei wird der Corona-Sicherheitsabstand eingehalten.

Betriebsrät*innen und Vertrauensleute der IG BCE diskutieren mit der SPD

Fünfzehn interessierte Betriebsrät*innen und Vertrauensleute trafen sich auf Einladung von IG BCE Bezirksleiter Torsten Falke mit der bayerischen SPD Vorsitzenden Ronja Endres und mit der Bundestagskandidatin Heike Heubach (SPD) im Industriepark Gersthofen, um über ihre Themen und Erfahrungen zu berichten. In dem zweistündigen Austausch ging es zunächst um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Industriearbeitsplätze am Industriepark Gersthofen, aber auch über Lieferengpässe bei Rohstoffen und elektronischen Bauteilen wurde berichtet. Es wurde unter anderem über eine starke Leistungsverdichtung und über den immer stärker, feststellbaren Fachkräftemangel berichtet.