Das Team der IG BCE Bayern berichtet hier regelmäßig über Neuigkeiten in den von ihr betreuten Branchen und Betrieben. Die neuesten Beiträge stehen oben auf der Seite. Für ältere Beiträge einfach nach unten scrollen ...

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Home-Office ist in machen Betrieben die neue Normalität.

Was Betriebsräte beim mobilen Arbeiten regeln sollten

Homeoffice und mobiles Arbeiten werden uns auch nach der Pandemie begleiten. In vielen Betrieben wird aktuell geregelt, wie die Kolleg*innen diese Arbeitsformen nutzen können. Dabei ist von Seiten des Betriebsrats darauf zu achten, dass auch die Kosten, die den Arbeitnehmer*innen durch das mobile Arbeiten entstehen, vom Arbeitgeber getragen werden. Wer von zu Hause aus arbeitet, verbraucht mehr Strom, muss mehr heizen und eventuell einen stärkeren Internetanschluss buchen. Diese Kosten dürfen nicht bei den Beschäftigten hängenbleiben. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass Arbeitsplätze nicht nach Hause outgesourced werden.

Betriebsrätemodernisierungsgesetz beschlossen – Online-Sitzungen möglich

Das Betriebsrätemodernisierungsgesetz ist von Bundesrat und Bundestag beschlossen worden. Damit kommt erstmalig ein früherer Kündigungsschutz für Wahlinitiator*innen, erzwingbare Mitbestimmung bei mobiler Arbeit, Änderungen rund um Wahlen von JAV und BR und auf den letzten Metern auch Anpassungen zur Unfallversicherung bei Homeoffice.

Was sind die Highlights im Überblick:

  • BR-Gründungen erleichtert: Erstmaliger Vorfeld-Kündigungsschutz von Arbeitnehmer*innen bei der Gründung von Betriebsräten schon vor der Einladung/Bestellung.
  • Mitbestimmung gestärkt: Erzwingbares Mitbestimmungsrecht bei der Ausgestaltung mobiler Arbeit (Einigungsstelle).
  • Wahlalter herabgesetzt: Ab 16 Jahren können Beschäftigte den Betriebsrat wählen, wählbar sind sie weiterhin ab 18 Jahren.
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Landesbezirksdelegiertenkonferenz Bayern 2021

Digitale Betriebsversammlung: Die IG BCE zeigt wie es geht

Jetzt noch schnell anmelden!

Während die Infektionszahlen in Deutschland abflachen und die Lockerungen zunehmen bleibt es unsicher, wann wir vollends zur Normalität zurückkehren. In den Betrieben sind die Herausforderungen des Infektionsschutzes nach wie vor hoch und es bedarf immer noch digitaler Möglichkeiten, um die Beschäftigten mitzunehmen. Daher bieten wir nochmals die Möglichkeit, sich in Sachen digitaler Betriebsversammlungen weiterzubilden.

Unsere dreiteilige Reihe zur digitalen Betriebsversammlung bietet Euch einen umfangreichen Einblick in Tipps und Tricks, rechtliche Rahmenbedingungen und das Auftreten im digitalen Raum.

A young girl in the background of a building wears a face mask that protects against the spread of coronavirus disease. Close- up of a young woman with a surgical mask on her face against SARS-cov-2.

Corona-Impfung in der Arbeitszeit – IG BCE und BAVC treffen Regelung

Das Wichtigste gleich vorab. Als Sozialpartner haben wir ein großes gemeinsames Interesse: Wir wollen, dass so schnell wie möglich so viele Beschäftigte wie möglich gegen das Corona Virus geimpft werden. Das ist der Weg zurück in ein „normales“ gesellschaftliches und auch wirtschaftliches Leben.

Unsere Branche hat deshalb schon sehr früh der Politik die Unterstützung unserer Werks- und Betriebsärzte angeboten, um einen Impfturbo zu zünden.
In den vergangenen Tagen hat sich gezeigt, dass wir als Sozialpartner unterschiedlicher Rechtsauffassung sind, ob für den Corona-Impftermin ein Anspruch auf eine bezahlte Freistellung nach § 8 I Ziff.

Johanna Wenckebach, Wissenschaftliche Direktorin des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeits- und Sozialrecht.

Betriebsverfassungsgesetz: “Eine echte Modernisierung steht weiterhin aus”

In den Hans.Böckler News hat Johanna Wenckebach, Direktorin des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeits- und Sozialrecht, die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes kommentiert. Ihr Fazit: Die Reform sei ein Schritt in die richtige Richtung, nur leider viel zu kurz.

Die Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte müssten stärker ausgebaut und die Gründung von Betriebsräten erleichtert werden. Nur noch in 9 Prozent der Betriebe gibt es einen Betriebsrat und nur noch 40 Prozent der Beschäftigten arbeiten in einem Betrieb mit Betriebsrat. Hier muss aus Sicht von Johanna Wenckebach Politik ansetzen.

Landesbezirksdelegiertenkonferenz Bayern 2021

Landesbezirksdelegiertenkonferenz Bayern: „Sie geben den Beschäftigten eine Stimme und der Politik wichtige Impulse“

90 Delegierte, 128 Anträge, fast neun Stunden virtueller Austausch. Das war die Landesbezirksdelegiertenkonferenz Bayern 2021 am Wochenende in bloßen Zahlen. Inhaltlich stehen dahinter zwei intensive Tage, an denen neue Gremien gewählt, leidenschaftlich diskutiert und die Zukunft der gewerkschaftlichen Arbeit in Bayern und darüber hinaus gestaltet wurde. Auf die coronabedingten Herausforderungen, nicht nur für die Konferenz selbst, die pandemiebedingt virtuell stattfinden musste, machte Beate Rohrig direkt zu Beginn aufmerksam. „Wir müssen kreativ sein, um mit den Menschen weiterhin im Gespräch zu sein, denn nur wenn wir viele sind, können wir stark und mutig für die Beschäftigten weiterkämpfen“, so die Landesbezirksleiterin der IG BCE in Bayern.

Warnstreik Railmaint 30.4.2021

48-Stunden-Streik bei Railmaint: „Wir haben den längeren Atem“

Dem ersten Warnschuss musste ein weiterer folgen: Weil der Arbeitgeber trotz eines ersten Warnstreiks Mitte April (Gescheiterte Tarifverhandlungen bei Railmaint: Streikaktion als erster Warnschuss ) nach wie vor kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat, legten nahezu alle 150 Beschäftigten der Railmaint GmbH in Oberhausen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) rund drei Wochen später erneut die Arbeit nieder. Mit einem 48-stündigen Ausstand verliehen sie am 29. und 30. April ihrer Forderung nach einem deutlichen Gehaltsplus Nachdruck.

Aufgerufen zur neuerlichen Streikaktion hatte der IG-BCE-Bezirk Augsburg. „Oberhausen ist ein rentables Werk mit sehr guten Mitarbeiter*innen“, unterstrich Torsten Falke.